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Der „Goldene Weg“ ist über Jahre gewachsen und jetzt als digitaler Stadtrundgang möglich. Darüber freuen sich alle Beteiligten. Fotos: Karola Decker

Geschichte entdecken, Stadt erleben

Der Goldene Weg verbindet die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten und Bauwerke der Innenstadt: Jetzt ist er komplett digital verfügbar und Teil des innerstädtischen Leitsystems.

 

Geschichte, Tradition und Charme – all das verbindet Straubing. Besonders empfehlenswert ist sowohl für Touristen als auch Einheimische ein Spaziergang durch die historische Innenstadt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler sind zusammengefasst im „Goldenen Weg", der sich nun komplett digital präsentiert und ins innerstädtische Leitsystem aufgenommen wurde.

Bei einem Pressetermin vor der Dreifaltigkeitssäule wurden die Neuerungen am Donnerstag offiziell vorgestellt. An acht Stationen sind Tafeln mit QR-Codes angebracht, die Interessierte auf goldenen Spuren durch die Stadt lotsen. „Dabei ist es egal, an welcher Stelle man startet, man wird immer in einen Rundgang geführt", schilderte Benno Litzke von der Werbeagentur Frida & Freunde, die mit der Digitalisierung beauftragt war.

 

„Straubinger Stimmen" erzählen Wissenswertes

 

Die Wurzeln des Projekts reichen schon viele Jahre zurück: Gabriel Winter und der Verein der Freunde der Stadt Straubing haben als Ideengeber den Goldenen Weg erfolgreich angestoßen. Kurztexte und Bilder stammen großteils von Historiker Werner Schäfer und Fotograf Manfred Bernhard. 2012 haben dann die Lions ein Kunstprojekt mit Elena Koch initiiert, aus dem die „Straubinger Stimmen" hervorgegangen sind: Bekannte Persönlichkeiten der Stadt erzählen in kurzen Passagen wissenswerte Details über die Sehenswürdigkeiten. Ursprünglich sollte man über den Weg sozusagen stolpern, indem man im Abstand von mehreren Metern auffällige Messingplatten verlegt hat. Damals wurden dazu noch gedruckte Flyer ausgegeben.

Inzwischen ist der Goldene Weg komplett digital verfügbar, und zwar ganz unkompliziert: Man muss keine App installieren, sondern nur den Code scannen. Besucher können ihren Rundgang selbst bestimmen und auch die Dauer individuell festlegen.

 

Mit Brailleschrift für Blinde und Sehbehinderte

 

Besonders wichtig war den Machern zudem das Thema Barrierefreiheit: Die Tafeln sind mit Brailleschrift ausgestattet zur Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen. Über die „Straubinger Stimmen" erhalten sie anschauliche Informationen zu den einzelnen Haltepunkten.

Für Gäste steht sowohl eine deutsche als auch englische Version zur Verfügung. Gabriel Winter möchte aber auch ganz besonders die Einheimischen dazu animieren, sich auf historische Spuren in der Innenstadt zu begeben und die Heimat bewusst zu entdecken. Damit ist der Goldene Weg mehr als eine Verbindung zwischen einzelnen Sehenswürdigkeiten. Er ist eine Einladung, die Geschichte, Kultur und besondere Atmosphäre der Stadt bewusst wahrzunehmen.

„Keinesfalls stellt er eine Konkurrenz zu den beliebten Gästeführungen dar", unterstrich Oberbürgermeister Markus Pannermayr. Vielmehr handle es sich um eine optimale Ergänzung, weil ein individueller Rundgang unabhängig von Terminen möglich wird.

 

Artikel aus dem Straubinger Tagblatt vom 16. Oktober 2026, von Karola Decker

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An acht Stationen sind Tafeln mit QR-Codes angebracht. Sie führen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und Baudenkmälern. Ein Einstieg ist an jedem Punkt möglich.